Vita

Angela Schlieper

Jahrgang 1975

Bauingenieurin in Festanstellung

seit 2014 nebenberuflich selbständige Textilgestalterin

2004 Erste Erfahrung in der Erstellung von Nassfilz

2005 Beginn Workshopteilnahme bei anerkannten Filzkünstlern

2008 Aufnahme des Spinnhandwerks

2009 Eintritt ins Filznetzwerk e.V.

2009 Aufnahme Vorführungen Filz- und Spinnhandwerk im öffentlichen Raum, Märkte

2013 Teilnahme Gruppenausstellung „Mysterious Garden“ in Finnland

2013 Teilnahme 3. Filzmodenschau Soltau

2014 Teilnahme Gruppenausstellung des Filznetzwerkes auf der Creativa Dortmund

2014-2016 Teilnahme Gruppenwanderausstellung „Forest for Ever“

seit 2014 regelmäßige Teilnahme Textile Art Berlin (Ausstellungen, Modenschau, Verkaufsstand)

2015 Mitwirkung Organisation und Durchführung Filzfestival Berlin

2016 beteiligte Künstlerin im Buch „worldwide colours of felt“ von Ellen Bakker

2016 Teilnahme 4. Filzmodenschau Soltau

2017-2018   Teilnahme Gruppenwanderausstellung „Tischlein deck dich“

2018 Teilnahme Gruppenausstellung des Filznetzwerkes in der Reisescheune Marienmünster

Seit 2004 beschäftige ich mich intensiv mit den textilen Möglichkeiten spinn- und filzbarer Fasern, im Wesentlichen der Schafwolle. Von Anfang an faszinierten mich die unzähligen Gestaltungsmöglichkeiten und Effekte, die durch das Verfilzen von Fasern erzielt werden können, sei es in seiner reinen Stofflichkeit von der luftig transparenten, fast zerbrechlich wirkenden Haut bis zum festen undurchdringlichen Material oder auch die Vielfalt der möglichen Nutzungsmöglichkeiten von Kleidung über Wohnaccessoires bis hin zu technischen Einsätzen in der Wärmedämmung. Kurz darauf begann ich diese Fasern nicht nur zu verfilzen, sondern auch zu verspinnen und zu verfärben.
Mit der Zeit wuchs so meine Herde der Spinnräder, vom modernen Reiserad bis zum antiken, dennoch höchste funktionstüchtigen, finnischen Spinnrad aus den 1920-er Jahren.

Nach den ersten Experimenten mit den am weitesten verbreiteten Wollsorten wie Merino oder Bergschafwolle, habe ich viel Experimentierzeit mit der Wolle seltenerer, gern einheimischer und europäischer Schafrassen durchgeführt. Seitdem versuche ich in Gesprächen mit Kunden und Interessierten zu vermitteln, dass es keine gute/weiche und kratzige/schlechte Wolle gibt, sondern unterschiedliche Wollsorten für verschiedene Zwecke besser oder schlechter geeignet sind, jede Wolle aber eine geeignete Verwendung finden kann.
Sehr gerne verwende ich Rohwolle aus der Region oder mir bekannter Schafhalter aus dem In- und europäischen Ausland. Hier achte ich auf die artgerechte Haltung der Tiere und gute Qualität der Wolle. Durch das gesteigerte Umweltbewusstsein der Gesellschaft und dem Aufschwung der Handarbeitsbewegungen in den letzten Jahren, haben auch immer mehr Schafhalter kleinerer Herden angefangen, die Wolle ihrer Schafe nicht nur als notwendiges Übel wahrzunehmen, sondern als Ware, für die es bei guter Qualität entsprechende Abnehmer gibt. Da ist es selbstverständlich diese Bemühungen auch durch entsprechende Bezahlung der Wollvliese zu würdigen.

Arbeitsschwerpunkte

Bekleidung

Arbeit mit Rohwolle

Kombinationsmöglichkeiten von Filz mit Gestrick aus handgesponnener Wolle

Nutzfilze „für Tisch und Stuhl“

Lichtobjekte

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