Still…

… war es hier nun lange Zeit.

Nach dem österlichen Ostseeurlaub vertrieb ich mir die Freizeit auf verschiedenen Märkten, wie dem Filzfest in Lenzen und der wunderschönen Veranstaltung „Luises Bauernhof“ auf der Pfaueninsel in Berlin.

Wie immer habe ich viele interessante Gespräche mit neugierigen Menschen führen und den ein oder anderen auch mit Filz oder handgesponnener Wolle beglücken können. Es ist mir immer ein ganz besonderes Vergnügen zu beobachten, wie andere wollverrückte Mitmenschen die verschiedenen Wollstränge befühlen und man in ihren Gesichtern ablesen kann, wie sie in ihren Köpfen nach geeigneten Modellen für diese oder jeneWolle suchen.

Ein weiterer Grund für die Stille der vergangenen Monate, ist die Ankunft zweier weiterer Wollgerätschaften.

HerdenzuwachsZum einen hat die Spinnradherde Zuwachs in Form eines kleinen und portablen Spinnrades bekommen. Angeblich stammt es aus Norddeutschland, Alter unbekannt.
Schön war das kleine Rad bei seiner Ankunft nicht, Dreck vergangener Jahre klebte hartnäckig an ihm, so dass nur noch Schleifpapier half.  Nun überlege ich noch, ob ich es abschließende wachse oder doch lackiere.
Nach der ersten Grundreinigung folgte eine ausgiebige Schmierung der beweglichen Teile und ein neuer Riemen für das Schwungrad. Dann Wolle genommen, rangesetzt und losgesponnen. Aus meiner Sicht durchaus anfängergeeignet wird es zukünftig bei Bedarf auch mal vorübergehend ausziehen, sprich ich habe endlich ein „Lernrad“ zum verleihen.

Und dann ging noch ein lang gehegter Traum in Erfüllung: eine antike Sockenstrickmaschine, genauer gesagt eine Gustav Nissen aus Hamburg. Das genaue Alter konnte ich bisher leider nicht rausfinden, bis auf die abplatzende Farbe ist sie noch ziemlich gut in Schuss.

Sockenstrickmaschine Gustav Nissen

Die ersten Sockenpaare, Pulswärmer und Stulpen sind gestrickt. Zu meiner großen Freude verarbeitet sie durchaus auch handgesponnene Wolle, sofern diese dünn genug gesponnen wurde.

gestrickt mit Justav

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